Altholz erzählt über Jahresringe und Kantenbrüche von Klima, Werkzeugen, Regen. Prüfe Tragfähigkeit, Schädlingsspuren und Restfeuchte, bevor du sägst oder verleimst. Oft genügt ein sanfter Schliff, um Splitter zu bändigen, während Sägeriefen als Textur bleiben. Öl mit festem Wachsanteil schützt behutsam, ohne Charakter zu überdecken. Dokumentiere Fundort und Verwendungen; so wächst ein Verzeichnis, das zukünftige Reparaturen erleichtert und Geschichten nachvollziehbar weiterträgt.
Stahlträger, Geländerreste oder alte Beschläge lassen sich zu filigranen Gestellen, Griffen und Rahmen formen. Entferne schädliche Beschichtungen sorgfältig, neutralisiere Rost, konserviere mit mikrokristallinem Wachs oder klaren, VOC-armen Lacken. Plane Dehnfugen, Ohrenschoner gegen Klirren sowie Filzauflagen. Metalle sind ehrlich: Jede neue Schramme wird patinieren, nicht ruinieren. Das verleiht Gebrauchsgeschichten Tiefe, zugleich bleiben Konstruktionen erstaunlich leicht, stabil und reparaturfreundlich.
Ausrangierte Vorhänge, Segeltuch, Kartoffelsäcke: Fasern speichern Gerüche, Licht und Arbeit. Wasche schonend, prüfe Reißfestigkeit, verstärke Kanten mit Zickzack oder Schrägband. Patchwork kann Unregelmäßigkeiten feiern und akustisch helfen. Einfache Holzleisten mit Klammern verwandeln Stoffbahnen zu flexiblen Raumteilern. Kleine Laufmaschen werden applizierte Sterne. So entsteht Weichheit zwischen harten Materialien, die Menschen einlädt, länger zu verweilen, zu lauschen, zu fühlen und sich sicher zu fühlen.